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Rebellisches Halbjahrestreffen

Wir waren als w2a beim antmilitaristischen Netzwerktreffen:
Rebellisches Zusammenkommen: Ein Treffen in Stuttgart zwischen Aktionsplanung, Reflektion des Vergangenen und einer erfrischenden Diskussion mit Menschen, die Friedensbewegung und Antimilitarismus eher kritisch sehen.  Wir sind aus unserer Komfort-Zone rausgekommen, haben schwäbisches Essen und die Stuttgarter Mineralquellen probiert. In Letzteren kann mensch sogar baden! Es pritzelt nur ein bisschen 😉


Veranstaltung im Vorfeld
Das Rebellische Zusammenkommen ging vom 29. bis zum 31. Mai. Einige waren sogar schon vorher da. Denn die Hochschulgruppe gegen Antisemitismus an der Uni Stuttgart hatte von uns und den Rausschmissen aus der DFG VK 
gehört und  uns eingeladen. Das ergab die  Veranstaltung „Antisemitismus in der  Friedensbewegung“, die bereits am Donnerstag, den 28. Mai in der Uni Stuttgart stattfand. Eine willkommene Gelegenheit, um auf den 25. Juni um 10 Uhr ebenfalls in Stuttgart stattfindenden Gerichtsprozess aufmerksam zu machen. 
 


 
Unterhaltsam
Hauptredner der Veranstaltung war einer von den Rausschmissen aus der DFG-VK Betroffenen. Es hatten sich etwa ein Dutzend Teilnehmende eingefunden. Etwa die Hälfte hatte Kontakte zur Friedensbewegung, die andere nicht. Die Veranstaltung war recht lebhaft und diskussionsstark. Denn das klare Bekenntnis der Referent*in zu Antimilitarismus löste ein heftiges Auseinandersetzungsbedürfnis im Publikum aus. Feedback einer Besucher*in nach 105 Minuten: „Ja…. Also gut unterhalten gefühlt habe ich mich auf jeden Fall…“
 
Pläne schmieden
Doch was ist das Ziel des Rebellisches Zusammentreffens? Wir Aktiven des Antimilitaristischen Aktionsnetzwerkes (a2n) machen das in der Regel halbjährlich. Das Zusammenkommen ist eine Möglichkeit, Delegierte von neuen lokalen Gruppen zu integrieren, sich auszutauschen, unsere vergangen Tätigkeiten auszuwerten, Ideen zu entwickeln und neue Pläne zu schmieden.  
 
Chillen in der Therme
Deswegen verbrachten wir, die schon am Donnerstag angereist waren, den Freitag vormittags in der Therme. Das war sehr sehr schön. Als der Rest auftauchte, haben wir als allererstes Zeitstrahl gemacht. Da nimmt man die erstbeste Wand und markiert dort Monate. Und dann haben wir Sachen, die wir seit dem letzten Rebellischen Zusammenkommen im Oktober 2025 gemeinsam erlebt oder organisiert haben, dort mit Zettel eingetragen. Und dann haben wir Zettel für Sachen, die noch in der Zukunft liegen gemacht und ebenfalls an die Wand geklebt. Und dann haben wir uns das alles gemeinsam vergegenwärtigt.  
 
Was waren die Highlights aus dem letzten Jahr?
 
Adbusting- Aktion und Desertation aus der DFG-VK:
https://antifawerkstatt.noblogs.org/post/2026/02/21/adbustings-gegen-antisemitismus-jugendnetzwerk-der-dfg-vk-desertiert/
 
Putsch Berlin abgewehrt:
https://antifawerkstatt.noblogs.org/post/2025/12/12/berliner-friedensgesellschaft-putsch-der-bundesebene-abgewehrt/
 
Freispruch in Schwerin:
https://antimil-aktionsnetzwerk.site36.net/2026/03/10/pressespiegel-adbusting-prozess-schwerin/

 
Ideen für die Zukunft und Kulturprogramm
Samstag haben wir den Vormittag damit verbracht, Ideen für die Zukunft zu haben und diese weiterzuentwickeln. Damit haben wir den Vormittag, den Mittag und den Abend verbracht. Wir wollen uns im nächsten Jahr mit Wehrpflicht und Kriegsdienstverweigerung beschäftigen aber auch unseren Themen Fokus ein bisschen erweitern. Wir entwerfen fleißig neue Sticker gegen die Bundeswehr und sind in diverse Projekte vor Ort involviert zum Beispiel einem interkulturellem Begegnungsraum.
Sogar an ein Projekt mit Erasmus+ Finanzierung wollen wir uns wagen. Es soll an unterschiedlichen Orten in Deutschland stattfinden. Wir wollen uns dabei mit anderen Leuten zum  Thema Perspektiven auf Krieg, Frieden, Aufrüstung und alternativen austauschen und am Ende soll eine Konferenz stattfinden.


 
Im Museum
Für Samstag Nachmittag hatte sich unsere Stuttgarter Filiale ein hochinteressantes Kulturprogramm ausgedacht. Wir waren beim Haus der Geschichte des Landes Baden-Württemberg. Denn das Museum kontrastiert seine Dauerausstellung gerade mit einer Reihe von Intervention zu Antisemitismus. Diese Sonderausstellung heißt „Anti-Anti“.  


 
anti-Anti
Zum Schluss der Ausstellung regte „Anti-Anti“ die Frage an, ob Fakten überhaupt etwas gegen Antisemitismus bringen würden. Unsere Erfahrung aus der DFG-VK: Nö. Antisemitismus ist ein Gefühl. Fakten spielen sehr wenig eine Rolle.  Apropos DFG-VK: Die ist in Baden-Württemberg bereits im Museum. Schön säuberlich als Exponat eingeglast, zur Geschichte erklärt und aller politischen Relevanz beraubt.  
 
Beschlüsse:
Sonntag haben wir Dinge beschlossen:
 
– Wir wollen die Prozesse gegen die DFG-VK wegen der Rauswürfe führen
https://antimil-aktionsnetzwerk.site36.net/2026/04/04/25-6-antisemitismus-prozess-gegen-friedensgesellschaft-dfg-vk-am-lg-stuttgart-10-00h-saal-230/
 
– Wir machen Aufkleber für Mülleimer, die dazu auffordern, die Wehrerfassungsbögen wegzuwerfen
 
– Wir beteiligen uns an einer Fahrt zum Friedenspalast in Den Haag
https://vernetzungpartizipation.noblogs.org/post/2026/05/27/di-17-11-so-22-11-26-exkursion-wir-und-die-eu-auf-nach-den-haag/
 
– Wir planen einen großen Kongress für das Frühjahr 2028
 
Und Maultaschen gabs na klar auch. Bis zum nächsten Rebellischen Zusammentreffen!
 

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