Erst Verhaftung und „Verwendung verfassungsfeindlicher Symbole“, dann „Leitung einer unangemeldeten Versammlung“, jetzt sang- und klanglose Einstellung des ganzen Verfahrens. Das passiert, wenn man vor einer Berliner Polizeiwache ein Banner mit dem Donut-Cop aus der Fernsehserie „Simpsons“ hält.
Adbusting-Alarm in Berlin: Die Werkstatt für Antifaschistische Aktionen (w2a) sich die aktuelle Kampagne der Bundeswehr. Mit Farbe und Sprüdose veränderten sie mehrere sogenannter „City-Light-Plakate“, die in der ganzen Stadt verteilt in Werbevitrinen an Bushaltestellen hängen. Aus „70 Gründe für die Bundeswehr“ machte die antimilitaristische Kommunikationsguerilla „Gründe gegen die Bundeswehr“. „Statt Propaganda für die Bundeswehr zu betreiben, kritisieren die Plakaten nun das deutsche Militär“ freut sich Kai N. Krieger, Sprecher:in der Antimilitaristischen Aktionswerkstatt (w2a).
Ein Totenkopf? So hatte sich die Bundeswehr das mit der Werbung in der TU Berlin sicher nicht vorgestellt. Seit Anfang der Woche sucht dort der bundeswehr-eigene IT-Dienstleister BWI mit Plakaten im Hauptgebäude Nachwuchs-Mörder*innen. „Doch nicht mit uns!“ dachten sich einige Aktive aus der Werkstatt für Antifaschistische Aktionen (w2a). Sie beklebten die Plakate mit einem Totenkopf. Diesen ergänzten sie um einen schwarz-weißen Warnhinweis, wie er auf den Verpackungen von Tabak-Produkten zu finden ist. Der Hinweis lautet: „Militär schadet ihrer Gesundheit und der ihrer Mitmenschen.“
Gleich in mehreren Städten schlagen Behörden Alarm wegen bundeswehrkritischer Plakate und verfolgt die angeblichen Übeltäter:innen. Denn bundesweit kritisierten Aktivist:innen zum ersten „nationalen Veteranentag“ mit sogenannten Adbustings Nazi-Strukturen im Militär. Nun ermittelt die Polizei in Schwerin, Stralsund, Tübingen und Dresden. Im Mecklenburg-Vorpommern war die Aktion sogar Thema im Innenausschuss des Landtages. „Wir freuen uns, dass die Polizei unseren Plakaten so viel Beachtung schenkt“, sagt Kai N. Krieger, Sprecher:in des Antimilitaristischen Aktionsnetzwerks: „Schön wäre nur, wenn sie den Inhalt beherzigen und etwas gegen Nazis in Polizei und Militär tun würden. Doch leider verfolgen die Behörden mal wieder lieber Meinungsäußerungen, die ihr nicht passen.“
Das Amtsgericht Tiergarten hat erneut ein Strafverfahren wegen Adbusting mit gefälschten Polizei-Plakaten eingestellt. Ein Strafbefehl war bereits ausgestellt, ein Gerichtstermin für den 6.11. angesetzt. Jetzt ist Verfahren ist eingestellt, es lief über zwei Jahre. Zur Innenminister:innenkonferenz in Berlin im Februar 2023 hatte die Kommunikationsguerilla „Gegen deutschnationale Polizeigewalt (GdP)“ rekordverdächtige über 100 Werbevitrinen der S- und U-Bahn-Stationen gekapert. In diesen platzierten sie eigene Plakate im Design einer Image-Kampagne der Polizei. Die Adbustings thematisierten Polizeigewalt, Rassismus und Abschiebungen. Trotz bereits ergangenen Strafbefehl über 60 Tagessätzen a 30€ (insgesamt 1.800€) will das Gericht den Prozess jetzt doch nicht machen. „Da haben wir bei dem letzten Gerichtsprozess im August wohl zu viel Aufmerksamkeit für polizeiliche Willkür produziert!“ freut sich Kai N. Krieger von der Werkstatt für Antifaschistische Aktionen (w2a) die die Soli-Arbeit koordinierte.
Donnerstag, den 13.11.2025 ist die Werkstatt für Antifaschistische Aktionen (w2a) vom AStA der Universität in Hannover eingeladen. Um 18h veranstalten wir im Elchkeller, Schneiderberg 50, 30167 Hannover, den Workshop: „Adbusting: Militär-Werbung mit minimalinvasivem Vandalismus bekämpfen“. Der Workshop ist auch eine gute Gelegenheit, die Aktiven der Werkstatt für antifaschistische Aktionen (w2a) und ihre politische Arbeit näher kennen zu lernen, falls du mit Kommunikationsguerilla gegen Militär und Polizei kreativ aktiv werden möchtest.
Freitag, den 7.11.2025 ist die Werkstatt für Antifaschistische Aktionen (w2a) beim AStA der Universität Bielefeld eingeladen. Um 18h veranstalten wir in B0-237 den Workshop: „Adbusting: Militär-Werbung mit minimalinvasivem Vandalismus bekämpfen“. Der Workshop ist auch eine gute Gelegenheit, die Aktiven der Werkstatt für antifaschistische Aktionen (w2a) und ihre politische Arbeit näher kennen zu lernen, falls du mit Kommunikationsguerilla gegen Militär und Polizei kreativ aktiv werden möchtest.
Die Werkstatt für antifaschistische Aktionen (W2A) und die Antimilitaristische Aktion Berlin laden am Donnerstag, den 30.10.2025 herzlich zum antimilitaristischen Tresen im Syndikat in Neukölln ein. Willkommen sind alle, die sich ohne Geschwurbel über antimilitaristische Themen austauschen wollen. Außerdem feiern wir die Einstellung von zwei Strafverfahren wegen Adbusting. Ab 19 Uhr treffen wir uns für ein offenes Plenum. Ab 20 Uhr gibt’s Kneipe und lockeren Austausch.
Dienstag, den 28.10.2025 ist die Werkstatt für Antifaschistische Aktionen (w2a) vom AStA der Technischen Universität in Berlin eingeladen. Um 18h veranstalten wir dort im Plenarium im AStA-Gebäude den Workshop: „Adbusting: Militär-Werbung mit minimalinvasivem Vandalismus bekämpfen“. Der Workshop ist auch eine gute Gelegenheit, die Aktiven der Werkstatt für antifaschistische Aktionen (w2a) und ihre politische Arbeit näher kennen zu lernen, falls du mit Kommunikationsguerilla gegen Militär und Polizei kreativ aktiv werden möchtest.
Am Freitag, den 24.10.2025 sind wir vom AStA der Alice Salomon-Hochschule in Berlin eingeladen. Um 14h veranstalten wir dort in Raum 231 den Workshop: Adbusting: Militär-Werbung mit minimalinvasivem Vandalismus bekämpfen. Der Workshop ist auch eine gute Gelegenheit, die Aktiven der Werkstatt für antifaschistische Aktionen (w2a) und ihre politische Arbeit näher kennen zu lernen, falls du mit Kommunikationsguerilla gegen Militär und Polizei kreativ aktiv werden möchtest: